UNGEZOGEN UND LIEBENSWERT: DIE KATZEN

Die Katzen sind von Natur aus unabhängige und allein lebende Tiere. Im Gegenteil zu wohlerzogenen Hunden folgen sie nicht den Wünschen ihrer Besitzer. Wie ihr wisst, miauen Katzen wenn sie hungrig sind, schmeicheln sich an euch wenn sie geliebt werden wollen, schnurren aus Vergnügen wenn ihr Fell gestreichelt wird und teilen sich durch diese und ähnliche Verhaltensweisen mit.
Wisst ihr, dass Katzen nachts gut sehen?
Ja, diesen Fellbündeln reicht nur ein kleiner Lichtschimmer um sehen zu können. Denn die Augen der Katzen sind anders erschaffen worden als unsere. Die Pupille wird in der Dunkelheit grösser und kugelrund, um soviel Licht wie möglich hineinzulassen. Dadurch ist es ihnen möglich auch in der Dunkelheit sehr gut zu sehen.
Außerdem befindet sich in den Augen der Katzen eine Schicht, die im menschlichen Auge nicht vorhanden ist. Diese Schicht befindet sich hinter der Retina. Das Licht, das zur Retina geleitet wird und diese Schicht erreicht, wird auf die Retina zurückgestrahlt. Da diese Schicht das Licht zurückstrahlt, trifft es ein zweites Mal auf die Retina und wird so verstärkt. Somit können Katzen auch bei sehr wenig Licht hervorragend sehen, d.h. sogar in Dunkelheit, wo Menschen überhaupt nichts mehr erkennen können.
Und habt ihr je daran gedacht, warum ihre Augen nachts leuchten?

Dieses Leuchten steht in Verbindung mit der eben erwähnten Schicht. Wie ihr nun auch wisst, strahlt diese Schicht das Licht wie ein Spiegel auf die Retina zurück. Was also die Katzenaugen strahlen lässt, ist das Licht, das von diesem Spiegel in den Augen zurückgeworfen wird.
Und kennt ihr auch die Eigenschaften ihrer Tatzen?
Die kleinen Pfoten dieser liebenswerten Tiere werden bei Gefahr zu einer reißenden Kralle. Die darin versteckten spitzen und scharfen Nägel machen ihre Pfoten zu einer gefährlichen Waffe. Die in den Pfoten versteckten Krallen machen die Pfoten größer und breiter.
Warum fallen die Katzen immer auf die Füße?
Ihr wisst bestimmt, dass Katzen immer auf die Füsse fallen, auch dann, wenn sie von sehr hoch oben herunterfallen. Dies liegt daran, dass sie beim Fallen ihren Schwanz verwenden, um das Gleichgewicht zu kontrollieren, damit sie den Schwerpunkt ihres Körpers verändern können, und schließlich immer auf die Füsse fallen.
Es ist unser unendlich barmherziger, erbarmender und erhabener Herr, Der diese liebenswerten Tiere schützt, wenn sie sich auf hohen Baumwipfeln vergnügen.
DER KÖNIG DER WÄLDER: DER LÖWE
Der Löwe gehört zur Familie der Katzen und ist ein Raubtier. Mit seinen gedrungenen Beinen, dem langen Körper, großen Kopf, dem kräftigen Wuchs und seiner Größe verdient er es der König der Wälder zu sein.
Von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze ist der Löwe etwa drei Meter lang Seine Höhe beträgt ungefähr einen Meter, und sein Gewicht ungefähr 230 Kilo. Er ist also eine riesig große Katze.

Männliche Löwen haben eine Mähne. Diese weichen Haare umgeben das Gesicht und bedecken den hinteren Teil von Kopf, Hals und Schultern und breiten sich von der Brust bis zum Rücken hin aus. Sie verleiht dem Löwen ein majestätisches Aussehen. Die von Allah dem Löwe gegebene Mähne führt dazu, dass der Löwe kräftiger und mächtiger aussieht als er ist.
Der Löwe verbringt meistens den Tag liegend oder schlafend im Baumschatten und geht erst nachts auf Jagd. Da Löwen nachts perfekt sehen können, spüren sie ihre Beute leicht auf. Die Augen der Löwen sind so konstruiert, dass sie soviel Licht wie möglich erhalten. Pupillen und Augen sind im Vergleich zu anderen Lebewesen größer, weshalb sie gute Jäger sind. Allah hat sie zusammen mit den Besonderheiten erschaffen, die am besten zu ihrem Lebensraum passen.
Das Brüllen des Löwen ist im allgemeinen abends vor der Jagd oder morgens zu hören. Wenn der Löwe brüllt, steht fast das Leben still. Die heulende Hyäne hört auf zu heulen, der knurrende Leopard hört auf zu knurren. Alle Tiere schweigen und hören dem Löwen zu. Die Affen klettern fliehend in die Baumwipfel und schreien so laut wie möglich.
WILDE KATZEN: DIE TIGER

Glaubt auf keinen Fall, dass die Tiger ruhig wie die Katzen sind! Sie sind sehr stark und wild.
Die Tiger gehören zu den kräftigsten Mitgliedern der Katzenfamilie.
Die Augen der neugeborenen Tiger öffnen sich erst nach zwei Tagen. Die Mutter ist zwar sehr wild zu den anderen Tieren, kümmert sich aber intensiv um die kleinen Tigerchen und hat sie sehr lieb. Sechs Wochen lang ernährt sie die Tigerbabys mit Milch. Danach lehrt sie diese jagen und Nahrung finden.
Nach einiger Zeit wird das kleine Tigerkind zu einem sehr schnellen, kräftigen und ausgewachsenen Tier. Es macht Sprünge von bis zu vier Metern Länge. Wenn ihr jetzt euere Arme aussteckt beträgt die Länge zwischen eueren Fingerspitzen etwa einen Meter. Das vierfache dieser Länge entspricht also der Strecke, die der Tiger mit einem Sprung zurücklegen kann.

Der Tiger selbst hat keine Ahnung von seiner Tarnung, also von seiner hervorragenden Anpassung an seine Umgebung. Die Fellfarbe des Tigers ähnelt den natürlichen Farben seines Lebensraums und ermöglicht ihm, sich leicht im Wald zu verstecken, so dass er sich an seine Beute anschleichen kann.
Die Farbe des Fells verleihen dem Tiger auch ein ästhetisches und entzückendes Äußeres. Die Streifen des Fells und besonders an den Wangen und den Brauen sind bei jedem Tier unterschiedlich.
Tiger betreten im allgemeinen nicht das Jagdgebiet anderen Tiger. Ein Tiger kennzeichnet sein Gebiet mit einem Geruch, den er auf die Büsche absondert. Die Tiger bemerken anhand des Geruchs, dass sie das Gebiet eines anderen Tigers betreten.
Doch die Eigenarten der Tiger sind damit nicht zu Ende. Im Gegensatz zu anderen Katzen lieben sie das Wasser so sehr, dass sie mit ihrem riesigen Körper hervorragende Schwimmer sind.
Allah hat, ebenso wie an allen Tieren, auch an den Tigern erstaunliche Eigenschaften erschaffen. Zum Beispiel sind die kleinen Tigerchen so lieb, dass sie bei jedermann Barmherzigkeit erregen. Allah hat die Tiger, die in Wirklichkleit sehr wild sind, so erschaffen, dass sie ihre Babys mit viel Liebe und Barmherzigkeit behandeln.