DIE ENTEN MIT DEM GRÜNEM KOPF

Woran denkt ihr, wenn man „watscheln“ sagt? Im allgemeinen fallen einem dann kleine Entlein ein, die watschelnd ihrer Mutter folgen.
Für ihre Ernährung gebrauchen die Enten zwei verschiedene Techniken. Zum einen ernähren sich beim Schwimmen ohne zu tauchen von Insekten oder Pflanzen. Dies seht ihr daran, dass Kopf und vorderer Teil des Körpers im Wasser ist und der Schwanz nach oben ragt. Zum anderen tauchen manche Entenarten unter Wasser und suchen sich fast ihre gesamte Nahrung dort. Ihre mit festen Schwimmhäuten versehenen Füße helfen beim Tauchen. Aber wegen eben dieser Füße bewegen sie sich an Land, wo sie sich nur zur Paarungszeit aufhalten, sehr schwerfällig.

Wasservögel wie Enten können die Luft in ihrem Körper halten. Dies ist einer der Gründe, weshalb sie so leicht schwimmen. Im Körper einer Ente befinden sich kleinen Ballonen ähnliche Luftbeutelchen. Wenn diese Beutelchen mit Luft gefüllt werden, kann die Ente über Wasser bleiben. Will die Ente tauchen, pumpt sie die Luft aus den Beutelchen heraus, und da dann weniger Luft im Körper verblieben ist, sinkt die Ente ganz leicht unter Wasser.
Die meisten Wasservögel sind zudem sehr gute Schwimmer. Dies liegt daran, dass sie Schwimmhäute zwischen den Zehen besitzen. Bewegen sie einen Fuß nach hinten, entfalten sich die Schwimmhäute und erhöhen die Stoßkraft. Natürlich ist es kein Zufall, dass Enten alle Eigenschaften besitzen, die für einen guten Schwimmer erforderlich sind. Wir wissen, dass den Wasservögeln alle diese Eigenschaften von Allah, Unserem Schöpfer gegeben wurden.

Männliche Enten besitzen leuchtendere Federn als weibliche Enten. Aber dies ist auch ein wichtiger Schutz für die Weibchen, die sich wochenlang zum Brüten niederlassen. Denn ihre Feinde können sie aufgrund der blassen Farben nicht bemerken, so dass sie mit ihren Nestern in Sicherheit sind. Die Farben der Weibchen ähneln so sehr ihrer Umgebung und die Tarnung ist so perfekt, dass sie sogar aus der Nähe kaum auszumachen sind. Überdies lenken die männliche Enten mit ihren leuchtenden Farben die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich, um die weiblichen Enten zu schützen.
Wenn sich ein Feind dem Nest nähert, fliegt das Männchen mit lautem Geräusch rasch empor und versucht alles, um den Feind entfernt zu halten.
Die in Kolonien lebenden erwachsenen Enten kümmern sich nur selten um den Entennachwuchs. Männliche Enten brüten nicht und die kleinen Entchen beginnen bereits einige Stunden, nachdem sie aus dem Ei geschlüpft sind, zu schwimmen und ernähren sich selbständig.
Der Entennachwuchs, der schon von den ersten Lebensstunden an weiß, wie er sich zu ernähren hat, lebt, weil Allah ihm alles Erforderliche eingegeben hat.

Denkt mal an euch selbst. Was würde geschehen, wenn man euch eine Stunde nach der Geburt ins Wasser lassen würde? Ihr würdet natürlich Wasser schlucken und ertrinken. Aber die Entchen ertrinken nicht, da Allah ihnen von Geburt an die Fähigkeit des Schwimmens gegeben hat.
Wusstet ihr, dass Enten beim Fliegen eine Geschwindigkeit von über 50 Stundenkilometer erreichen? Und auch, dass sie beim Fliegen stets ihre Richtung ändern, um nicht Raubvögeln zu Nahrun zu werden? Wie lauter die Antwort auf die Frage, woher die Enten wissen, dass sie die Richtung ändern? Dies ist natürlich – ebenso wie bei allen anderen Tieren eine Eigenschaft, die Allah diesen liebenswerten Enten zu ihrem Schutz eingegeben hat.
Wusstet ihr, dass Schmetterlinge ohne kunterbunte Flügel auf die Welt kommen?
Ja genau so ist es, Schmetterlinge kommen ohne Flügel zur Welt. Sie müssen nämlich erst vier verschiedene Phasen hinter sich bringen um sich zu jener Form zu entwicklen, die ihr auf Feldern und in Gärten seht. Manche Schmetterlinge, die als Larven aus dem Ei kommen leben nur 24 Stunden und manche ein bis zwei Monate. Wenn die Larve ausgewachsen ist, wird sie zu einer kleinen Raupe und das zweite Entwicklungsstadium beginnt.

Am Körper der Raupe befinden sich 14 oder 15 Ringe. Am Kopf hat sie kleine Augen und einen Kiefer im Mund, der wie unsere Zähne für das Kauen zuständig ist. Am vorderen Teil ihres Körpers bis zum Bauch befinden sich acht Beine. Befindet sich der Schmetterling im Raupenstadium, dann hat er keine Flügel und die Fühler sind nur sehr kurz. Seine Speicheldrüsen sondern eine Art von Seide ab.

Da Raupen während ihrer Entwicklung nicht viel größer werden, sondern vor allem viel dicker, passen sie eines Tages nicht mehr in ihre Haut hinein, die dann aufreißt. Darunter kommt aber schon einen neue, dem gewachsenen Körper entsprechende Haut zum Vorschein. Diese kleinen Raupen sind für Vögel ein Leckerbissen. Deswegen hat unser Herr den Raupen verschiedene Techniken gelehrt, damit sie sich besser tarnen können. Manche Arten stehen starr wie ein Ast nach oben, andere tarnen sich, indem sie auf gleichfarbigen Blättern leben, und wieder andere stellen sich tot. Diese Techniken sind sehr wichtig, damit die Raupe überlebt und später ein Schmetterling aus ihr wird.

Doch auch wenn die Raupe zu einem Schmetterling geworden ist, verwendet sie weiterhin diese Tarnungstechniken. Schmetterlinge leben in Regionen, deren Farben den ihren ähnelt. Somit können sie sich ganz leicht tarnen. Aber der Schmetterling kann sich selbst nicht sehen, wie also kontrolliert er, ob er sich der Gegend anpasst? Wie kann er sicher sein, dass er nicht in Gefahr ist ? Natürlich weiß er dies nicht von sich aus. Unser Schöpfer Allah, der Herr, hat ihn in das sicherste Gebiet gesetzt.

Hier erkennen wir die Eigenschaften Allahs wie „Schützer“, „Hüter“ oder „Erbarmender“. Allah hat allen Lebewesen, die Er erschaffen hat, auch die Eigenschaft gegeben, sich vor Gefahr schützen zu können. Der Schmetterling hat nicht soviel Verstand, um zu seinem Schutze Techniken der Tarnung zu entwickeln. Es ist Unser Herr, Der ihm alle diese Erleichterungen zusichert, ist also der, Der auch Himmel, Erde und alles Dazwischenliegende erschaffen hat.

Mit diesen, von Allah gegebenen Schutzsystemen betritt die Raupe das dritte Entwicklungsstadium. Zur Vorbereitung frisst die Raupe viel Blätter und spinnt sich dann in einen Beutel ein, um sich weiter zu entwickeln.

Der Beutel, der zu dieser Zeit um die Raupe entsteht, wird „Chrysalide“ genannt. Darin verharrt die Raupe beweglos und ernährt sich nicht. Sie verbraucht jetzt die Energie der Blätter, die sie vorher gefressen hat. Die Chrysaliden hängen an einem Blatt, an einem Stein oder auch an einem Ast. Wenn ihr eine seht, dann schaut mal hinein. Denn ihr könnt bereits den Rüssel und und die Beine sehen, die der Schmetterling einmal haben wird.

Nach ungefähr 10 Tagen öffnet der Schmetterling die Chrysalide und kommt heraus. Doch seine Flügel haben sich noch nicht bis zur normalen Größe entwickelt. In dieser vierten Phase füllt der Schmetterling die Flügeln mit Körperflüssigkeit, um sie aufzuspannen. Nach dem Trocknen der Flügel fliegt er sofort ohne weitere Anleitung zu erhalten. Die Flügel unterstützen auch gleichzeitig die Atmung des Schmetterlings.

Wie ihr gesehen habt, ist so ein winziger Schmetterling ein unglaubliches Wunder unseres Herrn. Wissenschaftler untersuchen immer noch, wie sich eine Raupe dazu entschließt, ein Schmetterling zu werden. Der einzige Grund hierfür ist der Befehl unseres Herren. Allah zeigt uns, wie viele verschiedene Lebewesen Er erschaffen kann und wie Er sie sogar verändern kann.
Ein weiteres Wunder sind die Flügel der Schmetterling, die ganz mit winzig kleinen Schuppen bedeckt sind. Sie entstanden dadurch, dass auf ihnen Schuppen aneinander gereiht wurden. Aber wie können sie so entstanden sein?

Haben die Schuppen etwa Flügel entstehen lassen, indem sie sich von selbst aneinanderreihten?
Oder hat der Schmetterling die Schuppen aneinander geklebt, daraus Flügel gebastelt, und sich diese dann noch an den Rücken gehängt?

Der Schmetterling kann seinen Rücken nicht sehen. Doch auf diesem Rücken, befinden sich wunderbare symmetrische Muster. Die Schuppen sind so angeordnet, dass die Muster beider Flügel gleich sind. Wenn ihr die Muster mit einem Lineal vermesst, werdet ihr feststellen, dass alle Muster gleich groß sind.

Dies alles zeigt uns die hervorragende Kunst, die unendliche Kenntnis und Kraft unseres Herren. Und wir müssen dies erkennen, darüber nachdenken und unserem Herren Dank sagen.
DIE FISCHE: BEWOHNER DER MEERE

Unser Wohnung, unser Schule, der Bürgersteig, auf dem wir gehen, der Spielplatz, in dem wir spielen und die Luft, die wir atmen gehören alle zu unserer Welt. In dieser Welt gibt es Vögel, Menschen, Bäume, Pflanzen und Tiere. Doch es gibt noch eine andere Welt, von der wir nicht viel sehen, von deren Vorhandensein wir zwar Kenntnis haben, die wir jedoch nur im Fernsehen sehen. In dieser Welt leben ganz besondere Tiere und Pflanzen, die keine Vorstellung von unserer Welt haben. Wir können in ihrer Welt nicht leben und sie können nicht in unserer Welt leben. Für uns ist es sogar unmöglich in jener Welt auch nur zu atmen.
Die Welt, über die wir sprechen ist die Unterwasserwelt, die Welt der Fische. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass in der Unterwasserwelt nicht nur Fische leben, sondern auch Kriechtiere, Insekten und Pflanzen und dass diese das Heim für Millionen von Lebewesen ist. Die Lebewesen dieser Welt leben, essen, atmen und schlafen auf ganz andere Weise.
Die Atmung der Fische ist anders als die der Landtiere. Fische haben Kiemen statt Nasen zum Atmen. Mit den Kiemen nutzen sie den Sauerstoff im Wasser. Das Wasser wird mit dem Maul aufgenommen, und über den Kiemenbogen nach hinten gedrückt, so dass die Kapillergefäße in den Kiemen den Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen und gegen das Kohlendioxyd im Körper austauschen. Die meisten Fische verfügen über Nasenlöcher, doch werden diese niemals zur Atmung benutzt. Hinter diesen Nasenlöchern befinden sich kleine, mit Wasser gefüllte Beutelchen, mit deren Hilfe der Fisch im Wasser riechen kann. Haie z.B. finden ihre Nahrung über den Geruchsinn.

Fische haben auch keine Augenlider wie Menschen. Sie betrachten die Welt durch eine durchsichtige Decke, die einer Taucherbrille ähnelt. Da für Fische meistens die nahen Gegenstände von Interesse sind, sind ihre Augen auch dementsprechend erschaffen worden. Der sphärische und harte Aufbau der Augen ist dafür sehr geeignet. Wollen sie in die Ferne sehen, wird das gesamte Linsensystem durch einem speziellen Muskelmechanismus in den Augen nach hinten gezogen. Neben den fünf üblichen Sinnen wie Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken erfahren Fische ihre Umwelt durch die „Seitenlinien“. Diese Nervenzellen, die sich entlang der Seitenlinie befinden, nehmen Größe und Richtung eines vorbeigleitenden Gegenstandes wahr. Sogar blinde Höhlenfische können sich mit diesem System ganz leicht in der Dunkelheit bewegen. Dieses System gleicht einem Unterwasserradar, oder, mit anderen Namen, einem Sonar.

In der Bauchhöhle vieler Fischarten befindet sich ein dünnes langes, einem Ballon ähnliches, mit Luft gefülltes Beutelchen. Mit Hilfe dieses Beutelchens wird das Gleichgewicht gehalten.
Die durch Allahs Willen verschiedenartig erschaffene Fische verblüffen die Menschen mit ihren schönen Farben, unterschiedlichen Formen und eleganten Bewegungen. Vor allem Fische verfügen im Gegensatz zu anderen Tieren über lebendige und leuchtende Farben.
Vielleicht war euch das, was wir eben berichteten, bereits bekannt. Doch es gibt noch ein Detail über Fische, das euch verwundern wird.
Die meisten Fische benötigen kleine Putzfische, die sie von den auf ihnen lebenden Parasiten befreien.
Diese Putzfische schwimmen oft ganz furchtlos im Maul eines Fisches, der viel größer ist als sie selbst. Sie putzen die Zähne und Kiemen der großen Fische und ernähren sich dadurch und die Großen fügen den kleinen putzenden Freunden keinen Schaden zu.

Doch wie können die Putzfische sicher sein, dass der Fisch, in dessen Maul sie herumschwimmen, sie nicht plötzlich verschlucken wird? Woher wissen sie, dass die großen Fische, deren Maul sie putzen, sie nicht verletzen werden? Wie können sie ihnen vertrauen, so als ob sie einen Vertrag geschlossen hätten? Doch auch wenn sie einen Vertrag hätten, welche Garantie gibt er ihnen, dass die Großen nicht den Vertrag brechen und sie nach dem Putzen verschlucken?
Die Putzfische können natürlich niemals sicher sein. Aber da der Herr beiden Fischen eingibt, sich gegenseitig zu helfen, fügt der Große dem Kleinen keinen Schaden zu und der Kleine fürchtet sich auch nicht vor dem Großen. Der große Fisch wird geputzt und der Kleine ernährt sich von dessen Parasiten. Dank der Eingebung Allahs leben beide in großer Harmonie und gegenseitiger Hilfeleistung.