DIE HIRSCHE, DIE WEGEN IHRER HÖRNER BERÜHMT SIND

Habt ihr jemals die Hörner eines Tieres angefasst? Wenn ihr es getan hättet, würdet ihr überrascht sein. Denn die ziemlich harten Hörner wachsen aus behaarter und weicher Haut. Das Horn könnt ihr mit eueren Nägeln vergleichen. Die Tatsache, dass aus der weichen Haut unserer Hände harte und glatte Nägel wachsen, mag euch alle zum Erstaunen bringen. Doch auch das Horn der Tiere wächst genau so wie unsere Nägel nur dass diese viel dicker, härter und größer sind.

Außer dem Rentier haben nur männliche Hirsche Hörner. Nach der Paarungszeit fallen diese ab und wachsen unmittelbar darauf erneut nach.
Während des Wachstums der Hörner sind diese mit einer samtähnlichen dünnen Schicht bedeckt. Sobald sich die Hörner entwickelt haben, werden die Adern dieser Schicht abgetrennt, so dass diese abstirbt. Nun kratzt sich das Tier die Haut durch Reiben von den Hörnern, und zuletzt erscheint der darunterliegende Knochen. Wenn die Hirsche sechs Jahre alt sind, endet die Entwicklung ihrer Hörner. Ab diesem Alter beginnen sich die Hörner zu formen. Länge und Form der Hörner, sowie die Anzahl der Verzweigungen ist von Tier zu Tier verschieden.

Vielleicht fragt ihr euch nun, warum denn die Hirsche Hörner haben. Diese sind für sie eine wichtige Waffe denn damit verteidigen sie sich gegen Feinde. Manchmal genügt es sogar, die Hörner zu zeigen, um den Feind in die Flucht zu jagen.
Der männliche Edelhirsch markiert sein Gebiet, indem er einen Stoff aus der Geruchsdrüse absondert und diesen überall in seinem Revier verteilt. Hier befindet sich auch seine Herde aus weiblichen Tieren, die er mit seinen Hörnern gegen Feinde verteidigt. Dringt ein anderes Tier in sein Revier ein, versucht er dieses mit lautem Brüllen oder mit den Hörnern stoßend zu verjagen.

Dadurch dass Allah die Hirsche mit Hörnern schuf, gab Er ihnen die Möglichkeit sich selbst und die Herde gegen Feinde zu verteidigen. Hätte Allah ihnen die Hörner nicht gegeben, würden sie wehrlos vor ihren Feinden stehen. Männliche Hirsche könnten ihre Weibchen nicht mehr verteidigen und deshalb auch keine Herde gründen. Gegenüber anderen wilden Tieren wären sie ohne Waffen.
Niemandem auf der Welt würde einfallen sich Gedanken zu machen wie: “Wenn doch manche Tiere auf dem Kopf ein hartes Ding aus verzweigten Knochen trügen, das den Tieren zur Verteidigung dienen könnte.” Doch auch wenn manchem solche Gedanken durch den Kopf gehen würden, könnte doch niemand etwas tun. Aber Allah, Der alle Lebewesen in bester Form erschuf, und die Bedürfnisse aller Lebewesen kennt, hat Hirschen und vielen anderen Tieren genau die Mittel zur Verteidigung gegeben, die ihnen von Nutzen sind.

Im Quran wird diese Wahrheit folgendermaßen mitgeteilt:
Sprich: "Wer ist es, in Dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge liegt und Der beschützt, vor Dem es aber keinen Schutz gibt -falls ihr es wisst?" (Sure 23-88 – al-Mu’minun)
Wie auch in den folgenden Versen mitgeteilt wird, ist nur Allah der Beschützer aller Lebewesen.
...Und Dein Herr wacht über alle Dinge. (Sure 34:21 – Saba’)
...Und Allah wacht über alle Dinge. (Sure 4:85 – an-Nisa)
KANGAROOS AND THEIR POCKETS

Ihr könnt fragen: “Kann denn ein Tier überhaupt einen Beutel haben?” Aber es gibt wirklich eine Abteilung im Bauch des Kängurus, die Beutel genannt wird und in dem das kleine Känguru ernährt, beschützt und erzogen wird.
Das Kängurujunge, das seinen Kopf aus dem Beutel herausstreckt, sieht entzückend aus und veranlasst jedermann zu Erbarmen. Dieses kleine Tierchen verlässt den Uterus seiner Mutter schon mit einer Größe von nur einem Zentimeter, also noch bevor sich seine Organe entwickelt haben, und erreicht den Beutel nach einer dreiminütigen Reise.
Im Beutel der Mutter befinden sich vier verschiedene Zitzen. In einer dieser Zitzen befindet sich Milch, die von Konsistenz und Wärme her speziell für das Neugeborene zubereitet wurde. Die in den drei anderen Zitzen vorhandene Milch ist nicht für das neugeborene Kängurujunge, sondern für das etwas ältere Tier. Das Neugeborene wird erst in einigen Wochen die Zitze verlassen, an der es zuerst saugte, und sich einer anderen, seinem Alter entsprechenden Zitze zuwenden. Wenn es noch ein bisschen gewachsen ist, wird es wieder an einer anderen Zitze saugen.

Kinder, hier müsst ihr euch aber selbst einige Fragen stellen: Erstens; woher soll das nur ein Zentimeter große Kängurubaby wissen können, welche Zitze es wählen soll? Und wie hat die Mutter diese unterschiedlichen Milcharten in die jeweilige Zitze gesteckt? Überdies ist die Milch für das neugeborene Kängurukind wärmer als die Milch der anderen Zitzen. Und auch die enthaltenen Nährstoffe sind unterschiedlich. Wie nun hat die Mutter die Milch dieser Zitze erwärmt? Wie hat sie die unterschiedlichen Nährstoffe entsprechend dem unterschiedlichen Alter des Kängurukindes in die Milch gemischt?
Vergesst auf keinen Fall, es ist nicht das Känguru, das dies alles selbständig tut. Das Känguru hat wahrscheinlich gar keine Ahnung von der unterschiedlichen Milch in seinem Beutel. Und es kann auch unmöglich die Wärme der Milch in einer der Zitzen berechnen. Auch kann es nicht die jeweilige Milch in unterschiedlicher Weise produzieren. Es kann auch nicht wissen, in welcher Milch welche Nährstoffe vorhanden sind. Es ist nur ein Känguru, das so lebt, wie Allah ihm befahl. Unser unendlich erbarmender und allbarmherziger Herr hat die Milch in der jeweils besten Form an den jeweils besten Platz, nämlich in den Bauch der Mutter gesetzt.

Das neugeborene Känguru verbringt seine ersten sechseinhalb Monate ununterbrochen im Beutel. Während der folgenden acht Monate unternimmt es Ausflüge nach draußen und lebt danach immer außerhalb des Beutels.
Noch bevor das erste Känguru den Beutel verlassen hat, kommt ein zweites Kängurukind in den Beutel geklettert. Beide leben eine lange Zeit zusammen im gleichen Beutel ohne sich gegenzeitig zu schaden. Jedes Kängurukind saugt aus der passenden Zitze die für sein Alter am besten geeignete Milch. Aber woher weiß denn jedes Känguru, an welcher Zitze es zu saugen hat? Die Antwort ist ganz deutlich: Durch Allahs Eingebung, durch Seine Lehre.
Doch auch der Körper der Kängurus lenkt sicher euere Aufmerksamkeit auf sich: Der Körper des Kängurus ist eineinhalb Meter groß, sein Schwanz einen Meter lang. Eine Kängurufamilie kann mit einem Mal eine Strecke von acht Metern zurücklegen, weil die Hinterbeine groß und stark sind. Hüpfen sie ganz schnell davon, dann bewahren sie ihr Gleichgewicht mit dem starken und großen Schwanz. Was meint ihr, ob die Füße der Kängurus wohl zufällig so groß geworden sind? Oder haben ihre Mütter berechnet, dass sie große Füsse brauchen, um leicht springen zu können? Natürlich nicht. Nichts geschieht zufällig. Allah, Der alles entsprechend den Bedürfnissen der Lebewesen schuf, hat auch das Känguru ebenso wie alle andere Tiere in bester Form erschaffen.
DIE SCHLAFMÜTZEN: KOALABÄREN

Wenn wir von Koalabären sprechen, erinnern wir uns an ein liebliches Tier mit grauem Fell, das mit Armen und Beinen den Stamm des Eukalyptusbaumes umarmt. Ein Koala sieht auch wirklich lieb aus. Inzwischen wollt ihr wahrscheinlich gerne wissen, warum wir die Koalas als Schlafmützen bezeichnen. Hier ist die Antwort: Sie schlafen täglich 18 Stunden!
Hände und Füße der Koalas wurden so erschaffen, dass sie den größten Teil ihres Lebens auf Eukalyptusbäumen verbringen können.
Der Koalabär kann mit seinen langen, geschickten Armen, seinen scharfen Krallen und seinen kräftigen Händen ganz schnell auf Baumstämmen herumklettern. Die ersten zwei Zehen an den Vorderfüßen dieser Tiere sind getrennt von den folgenden drei Zehen, so dass man im Vergleich zu unseren Händen sagen kann, sie haben zwei Daumen. Auch die Daumen der Hinterfüße sind getrennt angebracht, doch haben diese keine scharfe Krallen wie die restlichen vier Zehen. Diese, von den restlichen Zehen unterschiedlichen Daumen ermöglichen es den Tieren, kleine Äste zu greifen. Die Koalabären halten sich an Bäumen fest, indem sie ihre Krallen wie einen Haken in den weichen und glatten Stamm der Bäume stechen. Mit ihren vier Füßen können sie, ebenso wie wir einen Stock fassen, die Äste der Bäume leicht greifen und hinaufklettern. Dieser Körperbau ermöglicht es dem Koala auf den Bäumen zu leben.
Obwohl die Koalabären als Faulenzer bekannt sind, können sie sich schnell auf den Bäumen bewegen und sogar über eine Entfernung von einem Meter von Ast zu Ast springen. Der weibliche Koala gebärt alle zwei Jahre ein Baby und trägt es wie das Känguru in einem Beutel. In den ersten Lebensmonaten bleibt das Baby im Beutel seiner Mutter und lebt danach bis zum Alter von einem Jahr auf dem Rücken seiner Mutter. Natürlich lebt die Mutter nirgend woanders als auf den Eukalyptusbäumen. Dies liegt daran, dass sich die Tiere mit den Blättern dieser Bäume ernähren. Aus diesem Grund treffen wir Koalabären nur auf einem einzigen Kontinent an, nämlich in Australien, wo auch die Eukalyptusbäume wachsen.

In Australien gibt es mehr als 600 verschiedene Arten von Eukalyptusbäumen. Doch die Koalas leben nur auf 35 Arten. Der Eukalyptusbaum ist für die Tiere nicht nur ein Heim, sondern auch ein wichtiges Nahrungsmittel. Es wäre sicherlich nicht falsch zu sagen, dass Eukalyptusblätter nahezu ihr Hauptnahrungsmittel sind.

Andererseits unterteilen sich die Koalas wiederum in viele Arten. Jede Art ernährt sich von anderen Eukalyptusblättern. Wenn ihr einen Koalabären an einen anderen Ort bringt, müsst ihr auch die Eukalyptusblätter mitnehmen, die der Koala gerne frisst. Ein weiterer Grund dafür, weshalb der Koala nur auf den Eukalyptusbäumen lebt ist die Tatsache, dass er sich auf dem Erdboden schwer fortbewegen kann.
Der Eukalyptusbaum ist gleichzeitig der Baum, aus dessen Stoffen der Eukalyptusbonbon hergestellt wird. Die in den Blättern befindlichen Stoffe sind giftig und gefährlich für andere Tiere, nicht aber für Koalas. Dieser kaut die Blätter zuerst mit den Zähnen, bevor er sie hinunterschluckt. Der schädliche Stoff aus den Blättern wird im Körper des Koalas, d.h. in seiner Leber gereinigt und aus dem Körper ausgeschieden. Dieses Nahrungsmittel, das schädlich für andere Lebewesen ist, schadet durch Allahs Willen den Koalas nicht. Deswegen kann ein Koalabär problemlos täglich ein Kilo giftige Blätter fressen. Zudem nehmen die Koalas auch das notwendige Wasser vor allem durch die Eukalyptusblätter auf. In bestimmten Jahreszeiten bestehen nämlich zwei Drittel der Blätter aus Wasser, so dass ein Koala monatelang ohne Wasser und nur von den Blättern leben kann. In den Baumwipfeln der Eukalyptusbäume ist es sehr windig und kalt. Deswegen haben die Koalas ein dickes Fell das sie warm hält.
Die Harmonie zwischen der giftigen Pflanze und dem Tier zeigt uns, dass Koalas und Eukalyptusbäume vom gleichen Schöpfer erschaffen wurden. Dieser Schöpfer, Der alles, was Er schuf, perfekt erschaffen hat, ist ganz gewiss Allah, Der Herr aller Welten.